Buchobjekte

In den letzten Jahren hat sich mein Wirken neben den „Prototypen“ aus Span­paletten und den gebrannten „Zeichen“ auf Objekte aus den Materialien Bücher und Kataloge konzentriert. Die gesägten und teilweise neu zusam­men­gesetzten Bücher werden durch Wässern, Brennen, Bürsten und Leimen in der Form und danach farblich verändert.

Das Ausgangsmaterial ist als solches teilweise noch erkennbar. Andere Arbeiten werden in differenzierten, aufwändigen Arbeitsprozessen immer weiter verarbeitet bis das Buch weder in der Haptik noch in der Form als solches erkennbar ist. Die ausgeprägte Textur und die topographischen Strukturen der verwundenen Bücher lassen räumliche Grenzen und Maß­stäblichkeiten aufheben.

Sie erinnern an schwere, dennoch zerbrechliche, keramische oder hölzerne bzw. „Kunststoff-Objekte. Das Buch hat eine neue Identität angenommen. Es wird durch die Veränderung in einen jeweils anderen thematischen Kon­text gestellt, unser Denken durch das objektiv gesehene bzw. gefühlte in Frage gestellt.